Bericht Generalversammlung
Erste Generalversammlung der Energiegenossenschaft Papenburg
Papenburg, 30. Juni 2026 – Rund 60 Stimmen waren vertreten, als sich die Energiegenossenschaft Papenburg eG am Dienstagabend zu ihrer ersten ordentlichen Generalversammlung im Theater Forum Alte Werft traf: 52 Mitglieder waren persönlich anwesend, acht weitere ließen sich durch Bevollmächtigte vertreten. Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Bertelmann eröffnete die Versammlung und begrüßte die erschienenen Mitglieder, deren Vertreter sowie die anwesenden Gäste. Ausdrücklich dankte er für die Unterstützung, die die Genossenschaft in ihrer Gründungsphase von Seiten der Stadt erfahren hat.
PV-Anlage am Klärwerk kurz vor der Fertigstellung
Vorstandsvorsitzender Peter Schmidt berichtete über das erste Geschäftsjahr. Vorstandsmitglied Sven Sextro erläuterte die technischen Details der Photovoltaikanlage am Klärwerk Papenburg – mit der Fertigstellung wird in der 34. oder 35. Kalenderwoche gerechnet. Auf Nachfrage aus dem Kreis der Mitglieder stellte er klar, dass der größte Teil des erzeugten Stroms direkt vor Ort auf der Kläranlage genutzt wird.
Wie der Vorstand weiter ausführte, standen 2025 noch keine Einnahmen zu Buche; angefallen sind im Wesentlichen Prüfungsgebühren und Beiträge an den Genossenschaftsverband. Die gesetzliche Prüfung durch den Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. ergab keine gravierenden Mängelfeststellungen.
Beschlüsse ohne Gegenstimmen
Die Versammlung stellte den Jahresabschluss 2025 einstimmig fest und beschloss, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen; eine Dividendenausschüttung ist für dieses Jahr nicht vorgesehen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden jeweils ohne Gegenstimmen entlastet.
Neu im Aufsichtsrat: Stefan Wilkens
Turnusgemäß schied Manfred Bertelmann aus dem Aufsichtsrat aus, sodass ein Sitz neu zu besetzen war. Zur Wahl stellten sich zwei Kandidaten; gewählt wurde Stefan Wilkens, der die Wahl annahm. Peter Schmidt dankte Manfred Bertelmann im Namen des Vorstandes für dessen engagierte Arbeit in den vergangenen anderthalb Jahren.

Ausblick: Verpachtung, Windpark und Agri-Photovoltaik
Unter „Verschiedenes" erläuterte der Vorstand die Zusammenarbeit mit der Stadt: Statt den erzeugten Strom zu verkaufen, verpachtet die Genossenschaft die gesamte PV-Anlage an die Stadt – wegen der Unsicherheiten bei Durchleitungsgebühren der verlässlichere Weg. Der Vertrag läuft 20 Jahre, die Anlage dürfte sich in sieben bis acht Jahren amortisieren.
Weitere Projekte zeichnen sich ab: Beim geplanten Windpark an der Teststrecke wurde der Genossenschaft eine Beteiligung über ein nachrangiges Darlehen mit fester Rendite angeboten. Mit einem Landwirt laufen Gespräche über Agri-Photovoltaik, und im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung könnten auch kleinere oder größere Wärmenetze mit Beteiligung der Genossenschaft interessant werden.
Mitmachen erwünscht
Die Genossenschaft freut sich über tatkräftige Unterstützung durch ihre Mitglieder – besonders im technischen Bereich und bei der Darstellung in den sozialen Medien. Wer sich einbringen möchte, meldet sich gerne beim Vorstand.